Am 12. Juni 2026 fand in Hövelhof die Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung #StolenMemory statt. Unsere Schule gestaltete die Veranstaltung gemeinsam mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz und setzte damit ein starkes Zeichen für Erinnerung, Menschlichkeit und demokratische Werte.
Besonders bewegend waren die musikalischen Beiträge von Marie Wiethoff, Hannah Lamprecht und Frau Otto. Mit ihren Liedern schufen sie Momente, die viele der Anwesenden tief berührten.
Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte die Klasse 9d die Ergebnisse eines Workshops mit Miriam Frömming. Im Mittelpunkt stand das Schicksal von der zehnjährigen Rosa Böhmer, die aus Hövelhof von der Gestapo verschleppt wurde. Dabei ging es um die Frage, welche Folgen Ausgrenzung und Verfolgung für Menschen haben. Eine zentrale Frage bewegte viele Zuhörerinnen und Zuhörer:
Wie würde es sich anfühlen, wenn plötzlich ein Mitschüler oder eine Mitschülerin aus unserer Klasse gerissen würde – und nie wieder zurückkäme?
Durch diesen Perspektivwechsel wurde Geschichte greifbar und zeigte, dass hinter jedem Schicksal ein Mensch mit Familie, Freunden und Träumen stand.
Die Courage-AG stellte einen fiktiven Brief von Helena Poterska vor. Darin schilderte sie ihre Erfahrungen während der NS-Zeit und richtete einen eindringlichen Appell an die Menschen von heute: Mitgefühl zu zeigen und wachsam zu bleiben, damit sich Ausgrenzung und Verfolgung niemals wiederholen.
Auch die Kreativ-AG setzte ein eindrucksvolles Zeichen. Sie gestaltete Stacheldraht künstlerisch um und ergänzte ihn mit Symbolen der Hoffnung sowie pinker Wolle als Zeichen von Mitgefühl, Zusammenhalt und Menschlichkeit. So entstand aus einem Symbol der Ausgrenzung ein Ausdruck von Hoffnung und Erinnerung.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgten Pia Kahs und Sarah Brotzmann aus der Klasse 8d mit ihrem Poetry Slam „#niewiederistjetzt“. Offen, mutig und ohne Filter sprachen sie darüber, dass die Vergangenheit nicht einfach vorbei ist. Ihre Botschaft war klar: Erinnern allein reicht nicht aus. Wir müssen Haltung zeigen, Verantwortung übernehmen und demokratische Werte leben.
Die Veranstaltung machte deutlich, dass Geschichte nicht nur in Büchern stattfindet. Sie fordert uns auf, aufmerksam zu sein und uns für eine Gesellschaft einzusetzen, in der Menschenwürde, Respekt und Toleranz selbstverständlich sind.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern, die sich mit großem Engagement eingebracht haben.
