„Stellen
wir uns die Erde als ein riesiges Raumschiff vor. Mit Menschen an Bord rast es
durch das Weltall. Die Verbindungen zum Heimatplaneten sind abgebrochen. Es gibt
keine Rückkehr mehr. Die Passagiere müssen mit den vorhandenen Vorräten an
Nahrung, Wasser, Sauerstoff und Energie auskommen. Während die Zahl der
Menschen an Bord steigt, verringern sich die Vorräte. Gleichzeitig steigen
Abfall- und Schadstoffmengen an. Das Leben wird immer schwieriger, die Luft zum
Atmen immer knapper. Einige Bewohner des Raumschiffes geraten in Panik. Sie
prophezeien einen baldigen Tod durch Ersticken, Verdursten, Verhungern oder
Erfrieren. Andere beuten die zu Ende gehenden Vorräte aus, schlagen Warnungen
in den Wind, maßvoller damit umzugehen. Sie vertrauen darauf, dass jemandem
noch in letzter Minute etwas zur gemeinsamen Rettung einfallen
werde.“
(Umweltschutz –
die Schöpfung bewahren“, Berlin 1990,
Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen)
In dem Sinne
hat sich unsere Schule zur Aufgabe gemacht, das Bewusstsein der jungen Schüler
und Schülerinnen für Umweltfragen zu erzeugen, sowie die Bereitschaft für den
verantwortlichen Umgang mit der Umwelt zu fördern.
Umweltbelastung
und Überlastung der Umwelt erweist sich als ein alle Bedürfnisse betreffendes
und gefährdendes Problem, bei dem alle Chancen, es zu verringern, genutzt
werden müssen. Es ist somit ein Problem von hoher Lernbedeutung und Aktualität,
wobei es dadurch an Schärfe gewinnt, als es fast immer im Konflikt mit anderen
wünschenswerten Bedürfnissen steht.
Da
hauptsächlich zukünftige Generationen von den Auswirkungen der
Umweltbelastungen betroffen sein werden, müssen die Schüler und Schülerinnen
für die Bewältigung der Umweltprobleme sensibilisiert werden.
Umwelterziehung
muss aber auch dazu führen, dass Schüler und Schülerinnen ihre eigenen Ansprüche
und Verhaltensweisen selbstkritisch beobachten und
ihre Einsichten im eigenen Handlungsbereich ändern. Die Schüler und Schülerinnen
können ihr Informationsverhalten bezüglich der Umweltauswirkungen der von
ihnen gewünschten Konsumgüter und daraufhin ihr Verhalten verändern lernen.
Umwelterziehung
ist zusammenhängendes Lernen über einzelne Fächer und Jahrgangsstufen hinaus.
Im einzelnen ergeben sich inhaltliche Schwerpunkte, die im Unterricht zu
erarbeiten sind:
Problembewusstsein
und eine Problemidentifikation erzeugen.
Erfahren,
dass Umweltbelastung individuelle gesundheitliche, ästhetische,
finanzielle
Auswirkungen hat, Lebensqualität und Lebenserwartung beeinträchtigen kann,
die Lebenschancen ganzer Völker und Generationen bedrohen kann.
Erkennen
verschiedener Formen der Umweltbelastung als Folge des Produzierens und
Konsumierens.
Erkennen spezieller Probleme der Umweltbelastung.
Aber
auch die Wahrnehmung, die Beobachtung und das Genießen der Umwelt sollen Teile
des Unterrichts sein. Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten im direkten
Schulumfeld, auf Unterrichtsgängen, Wandertagen oder Wanderfahrten.
II.
Bestandsaufnahme
1.
Abfall
Hofdienst
Müllvermeidung:
Verwendung von Mehrwegflaschen und Butterbrotsdosen für das Frühstück
2.
Wasser
Besuch
des Klärwerks
3.
Energie
Licht
ausschalten bei längerer Abwesenheit (Ordnungsdienst)
Umwelterziehung
als Teil der Verkehrserziehung
Schulweg: Verzicht auf Auto
Klassenfahrten:
Nutzung der Bahn
Klasse
10, FÜLL: Verantwortung für den blauen Planeten (Ek, Rel, Pk, Phy, Ch, Ku)
Solaranlage:
Betreuung durch den Physikunterricht
4.
Umweltschutz im Schulumfeld
Einbeziehung
der Gegebenheiten in Hövelhof in den Unterricht: Landwirtschaft und
Industrie
Schwerpunkt
Umwelterfahrung und Umwelterziehung bei der Klassenfahrt in Jg. 7
Patenschaft
Senne, Umwelterziehung ist eine Säule unserer pädagogischen Arbeit,
Senneprojekt: Kennenlernen der Kulturlandschaft Senne und ihre Erhaltung
Biotop:
Betreuung durch die Bio-AG
grünes
Klassenzimmer
5.
Ernährung
gesunde
und umweltverträgliche Nahrung
III.
Perspektiven
1.
Abfall
Müllvermeidung
stärker beachten, den entstandenen Müll trennen
Entwicklung
zur „müllfreien Schule“?
2.
Wasser
Kontaktaufnahme
zu den Stadtwerken: Informationen über neue Wasserspartechniken einholen
3.
Energie
Ausbau
der Solarenergie
4.
Umweltschutz im Schulumfeld
Schulgarten
/ Biotop
Ökologische
Schulhofgestaltung
5.
Ernährung
Pfandsysteme,
Mehrwegsysteme bevorzugen
Getränkekiste
als Sammelsystem im Klassenraum
Gemeinsames
Frühstück unter dem besonderen Aspekt der gesunden Ernährung