Konzept zur Suchtprophylaxe in den Klassen 6 und 8

Im Rahmen der vier Hauptaspekte des Schulprogramms stellt die Gesundheitserziehung einen Schwerpunkt dar.  Prävention ist das Stichwort, wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche zur Verantwortung für ihre Gesundheit zu erziehen.  

Suchtprävention als spezieller Gesichtspunkt bezieht sich auf eine große Vielfalt von möglichen Süchten, die in unserer Gesellschaft verharmlost, toleriert und teilweise sogar gefördert werden.  Zu nennen wären Alkohol- und Medikamentenmissbrauch, aber auch das Internet, der Computer und das Fernsehen als indirekt süchtig machende Konsumangebote.  Unser Anliegen ist es, die Verhältnisse den Schülerinnen und Schülern bewusst zu machen, die das Bedürfnis nach Flucht aus der Realität und nach Kompensation nicht ausgelebter oder befriedigter Bedürfnisse hervorrufen.

Um das Problem zu lösen, muss man die Ursachen erkennen und Möglichkeiten aufzeigen, auf unvermeidliche Frustrationserlebnisse und Alltagsbelastungen vorbeugend zu reagieren, um einer Flucht in irgendeine Form der Sucht entgegenzuwirken.

 

Überblick zum Konzept zur Suchtprophylaxe in Klasse 6

Realisierung des Konzepts in Klasse 6

 

Überblick zum Konzept zur Suchtprophylaxe in Klasse 8

Realisierung des Konzepts in Klasse 8

 

 


Realisierung des Konzepts in Klasse 6  (zurück)

Prävention ist als ein erzieherisches Handeln zu verstehen, das weniger die Drogen bzw. den Drogenmissbrauch in den Vordergrund stellt, sondern vielmehr den einzel­nen Menschen in seiner konkreten Situation mit all seinen Problemen und ihm Mög­lichkeiten eröffnet:

·       Zu lernen, über die persönliche Lebenswelt zu reflektieren

·       Vorteile und Risiken der Zugehörigkeit zu einer Gruppe zu erkennen

·       Sich der Vielzahl verschiedener Freizeitaktivitäten bewusst zu werden

·       Lebenswünsche zu artikulieren

·       Ich-Stärke und Selbstwertgefühl zu entwickeln

·       Seine soziale Kompetenz zu stärken

·       Kritischen Umgang mit  Alltagsdrogen zu schulen 

·       "Nein!' sagen zu lernen

 

Projekttag „Nichtrauchen ist stark“

Der Projekttag hat das Ziel, die Einstellung der Schülerinnen und Schüler gegen das Rauchen zu stärken, Einfluss auf das frühe Probier- und Einstiegsalter zu nehmen und die Klasse für die Teilnahme am Wettbewerb  „Be Smart – Don´t Start“ zu motivieren.

Nach Erkenntnissen der Deutschen Lungenstiftung sind Jugendliche im Alter von elf bis 14 Jahren besonders gefährdet, mit dem Rauchen anzufangen. Laut einer Studie der Stiftung rauchen in diesem Alter schon 12 Prozent. Die Folgeschäden, die durch das Inhalationsrauchen für Atemwege, Lunge, Herz und Kreislauf entstehen, sind erheblich. Der Schaden ist aber umso größer, je früher mit dem Inhalationsrauchen begonnen wird. Deshalb ist auch Rauchprävention im Kindesalter besonders wichtig und wird deshalb schon in der Klasse 6 durchgeführt.

 

Internationaler Wettbewerb „Be Smart – Don´t Start“

Der Wettbewerb zur Förderung des Nichtrauchens ist für die Klassenstufen sechs bis acht konzipiert worden. Ziel ist es, das Thema „Nichtrauchen“ auf eine attraktive Weise in die Schulen zu bringen, den Beginn des Inhalationsrauchens zu verzögern bzw. zu verhindern und das Einstellen des Zigarettenkonsums bei den Schülerinnen und Schülern, die bereits mit dem Rauchen experimentieren, zu erreichen.

Der Wettbewerb wird auf Klassenebene durchgeführt und findet in dem Zeitraum von November bis April statt.

 

Die Kombination von Projekttag und Wettbewerb bildet somit an unserer Schule einen sinnvollen Einstieg in die Suchtprävention.

  

Gesundheitstag „Sich wohl fühlen – gesund bleiben“

Bei der Durchführung des Gesundheitstages in der Klasse 6 gehen wir davon aus, dass es für die gesunde Entwicklung der Schülerinnen und Schüler wichtig ist, dass alle Beteiligten sich in der Lerngruppe / Klasse so wohl wie möglich fühlen.  Am Gesundheitstag lernen sie , dass Gesundheit neben den bereits bekannten körperlichen Aspekten auch soziale und psychische Komponenten aufweist.  Sie erkennen durch die erarbeiteten Beispiele, dass sie Verantwortung tragen für ihre eigene Gesundheit und die ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler.  Durch die an diesem Tag getroffenen Vereinbarungen zum Klima in der Klasse erhoffen wir uns positive Auswirkungen für das soziale Miteinander der Schülerinnen und Schüler.  Wenn das Klima geprägt ist von gegenseitiger Achtung und der Bereitschaft, Konflikte anzusprechen und aufzuarbeiten, ist ein Beitrag zur Suchtprophylaxe geleistet worden.

 

Um an den Projekttagen eine offene und angenehme Arbeitsatmosphäre - losgelöst vom schulischen Alltag - zu schaffen, begeben wir uns in das benachbarte Jugendzentrum. Hier befinden sich mehrere Räumlichkeiten, die es erlauben, auch in kleinen Gruppen zu arbeiten. Durch den Vormittag führen die/der jeweilige Klassenlehrerin/Klassenlehrer und eine weitere Lehrkraft.