Leseförderung an der Franz-Stock-Realschule Hövelhof

Kinder brauchen Bücher - Schmökern macht Spaß!

Unter diesem Motto haben wir an der Hövelhofer Realschule die Leseförderung auf unsere Fahnen geschrieben.

Denn:

Im Laufe der letzten Jahre hat Frau Gardner mit Hilfe des Fördervereins und der Unterstützung von Sponsoren aus der Wirtschaft die Schülerbücherei aufgebaut. Der Schwerpunkt lag bisher bei der Ausstattung mit Büchern für die Altersgruppe der 10- bis 12-jährigen, da diese Schülergruppe am häufigsten ausleiht. Wir sind aber bestrebt, auch für die älteren Jahrgangsstufen attraktive Leseangebote zu machen, damit auch hier der Spaß am Lesen erhalten bleibt, bzw. gefördert wird. Die Schülerbücherei ist täglich in der großen Pause (außer mittwochs) geöffnet und die Ausleihe wird von vier Schülerinnen und Schülern organisiert.

Die Leseförderung beginnt in der Klasse 5 mit der Lesenacht: Die erste Vorbe­reitung erfolgt durch eine Unterrichtseinheit zu Märchen. Dort findet die erste Aus­ein­andersetzung an der weiterführenden Schule mit längeren Prosatexten statt. Ziel ist es in Bezug auf die Lesenacht Märchen im freien Vortrag vor den Mitschü­lerinnen und Mitschülern präsentieren zu lassen. Dazu werden verschie­dene, von den Schülerarbeitsgruppen ausgesuchte Märchen in Erzählschritte gegliedert. Diese Erzählschritte werden im Kunstunterricht illustriert und dienen in der Lese­nacht als Erzählhilfe für die Vortragenden und als Rezeptionsunterstüt­zung für die Zuhörer. Parallel dazu bereitet jeder Schüler und jede Schülerin die Vorstellung seines/ihres Lieblingsbuches mit dem Ziel vor, durch seinen Vortrag in der Lesenacht das Interesse der Mitschüler und Mitschülerinnen zu wecken. Er­freulich wäre es, wenn anschließend ein Bücheraustausch untereinander erfolgte.

Die Lesenacht soll den Schülern und Schülerinnen nach längerer Vorbereitung als Höhepunkt ihres Projektes erscheinen: Nachdem sich die Schüler und Schülerinnen an diesem Abend für die Nacht entsprechend ausgestattet eingefunden haben, wird die Lesenacht zur Einstimmung mit einem spielerischen Teil eröffnet. Im rhythmischen Wechsel mit Bastelarbeiten rund ums Buch werden nun die im Unterricht erarbeiteten Märchen gruppenweise, durch die Märchenbilder unter­stützt, erzählt. Ein weiterer Programmpunkt ist die Einführung in die Benutzung der Schülerbücherei, die geleitet von einem Quiz erkundet wird. Zu späterer Stunde bekommen die Schüler und Schülerinnen nach einer Erfrischungspause die Gelegenheit ihre Lieblingsbücher vorzustellen. Daran schließt sich eine Lese­phase an, die von den Schülern und Schülerinnen frei gestaltet werden kann. Das Vorlesen einer Gespenstergeschichte bildet den letzten gemeinsamen Pro­grammpunkt. Mit einer Phantasiereise wird schließlich die Nachtruhe eingestimmt. Das gemeinsame Frühstück am nächsten Morgen schließt die Lesenacht ab.

Um die mögliche Schwellenangst der Schülerinnen und Schüler vor einem Be­such der öffentlichen Gemeindebibliothek abzubauen und ihnen weitere Lese­möglichkeiten zu eröffnen, erfolgt ein gemeinsamer, methodisch vorbereiteter Un­terrichtsgang dorthin. Die Zusammenarbeit mit der dortigen Leiterin  hat sich in den letzten Jahren als positiv erwiesen.

Fortgesetzt wird die Leseförderung in der Klasse 6 zunächst im Deutschunterricht mit der Lektüre eines Jugendbuches. Daraus erwachsend erfolgt die Vorberei­tung für den Lesewettbewerb. Die Gewinner der einzelnen Klassen wetteifern in einer außerunterrichtlichen Veranstaltung vor ihren Mitschülern und Mitschü­lerinnen um den Platz des Schulsiegers bzw. der Schulsiegerin. Der Schulsieger bzw. die Schulsiegerin, bestimmt von einer Jury, die aus den Deutschlehrern und Deutschlehrerinnen der Jahrgangsstufe besteht, nimmt an der Kreisauswahl teil.

In einer weiteren Unterrichtseinheit soll Sachwissen zur Entstehung des Buches vermittelt werden. Dabei wird der Prozess vom Manuskript bis zum Verlegen auch unter historischen Gesichtspunkten erarbeitet.

Die gesammelte Leseerfahrung und die zunehmende Selbstständigkeit der Schü­le­­r und Schülerinnen in Klasse 7 nutzend, wird ein kleines fächerübergreifendes Projekt durchgeführt: Im Deutschunterricht entwickeln die Schüler und Schülerinnen auf der Grundlage gemeinsamer Reflektionen über Wirkung und Nutzen des Lesens Werbesprüche für das Lesen, die sie dann im Kunstunterricht zu Werbeplakaten weiterentwickeln. Ausgehängt in den Fluren, werben diese Plakate dann für die Schülerbücherei.

Neben den hier dargestellten Aktivitäten zur Leseförderung ist nach Möglichkeit in allen Jahrgangsstufen - den Lehrplänen Deutsch für die Realschule entsprechend - die Lektüre einer oder mehrerer Ganzschriften vorgesehen. 

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