Franz Stock - ein Zeitleiste

Daten Geschehen
21.09.1904 Franz Stock wird in Neheim im Sauerland geboren.
1910 - 1913 Er besucht die katholische Volksschule. Schon als Kind liebt er die Musik, das Malen, Zeichnen und Holzschnitzen.
1917 - 1923 Er besucht das Neheimer Realgymnasium. Er schließt sich der kirchlichen Jugendbewegung an.
1926 Nach seinem Abitur beginnt er das Studium der katholischen Theologie in Paderborn.
1928 Zu Ostern geht er für 3 Semester zum Studium nach Paris.
12.03.1932 Der Paderborner Erzbischof Dr. Kaspar Klein weiht ihn zum Priester.
1932 - 1934 Franz Stock ist als Kaplan in Effeln und in Dortmund-Eving tätig.
1934 Er wird zum Rektor der deutschen katholischen Gemeinde in Paris ernannt.
01.09.1939 Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges kehrt er auf Anweisung der deutschen Botschaft nach Deutschland zurück.
20.01.1940 Er vertritt den Pfarrvikar in Klein-Wansleben.
13.08.1940 Er wird wieder als Rektor der deutschen Gemeinde in Paris berufen.
1941 Franz Stock bietet sich an, den französischen Kriegsgefangenen als Seelsorger beizustehen. Seine Tätigkeiten beginnt er ohne politischen Hintergrund, er will einfach menschlich und priesterlich handeln.
10.06.1941 Er bekommt die amtliche Ernennung zum Standortpfarrer im Nebenamt. Damit ist er auch offiziell für die Betreuung der französischen Gefangenen zuständig. Mehr als 1500 zum Tode Verurteilten steht er im Sterben an den Erschießungspfählen auf dem Mont Valerien bei. Einer von ihnen war der in ganz Frankreich bekannte Widerstandskämpfer d´Estienne d´Orves, Bürger der Hövelhofer Partnerstadt Verrières-le-Buisson.
25.08.1944 General de Gaulle zieht in Paris ein und Frankreich feiert seine Befreiung von den deutschen Besatzern.
1945 Franz Stock bleibt nach Kriegsende in Paris und kümmert sich um amerikanische und deutsche Soldaten.
1945 - 1947 Er wird zum Rektor des Seminars in Chartres berufen. Hierhin werden alle gefangenen katholischen Theologiestudenten zusammengezogen, die sich zu Priestern ausbilden lassen wollen. In diesem "Stacheldrahtseminar" herrschen Hunger und Kälte.
Juni 1947 Nach Auflösung des Seminars geht er  wieder nach Paris in seine Gemeinde zurück.
24.02.1948 Franz Stock stirbt im Krankenhaus, aufgerieben von der Arbeit. Er wird auf dem Gefangenenfriedhof beigesetzt.
1951 Seine Freunde errichten dort einen Grabstein.
1963 Seine Gebeine werden nach Chartres in die Jean Baptiste Kirche überführt, wo er seine letzte Ruhestätte findet.
08.05.1985 Zum 40. Jahrestag des Kriegsendes erhält die Realschule Hövelhof in einer Feierstunde den Namen Franz-Stock-Realschule.

zurück zum Vorwort

zum Inhaltsverzeichnis