Hövelhof im Überblick

Lage Hövelhof und seine Feste
Die Gemeinde Hövelhof Partnerschaften
Bildung, Kultur und Sport Ziele in der Umgebung
Wohnort Hövelhof Die Senne: Zukünftiger Nationalpark
Arbeitsort Hövelhof Das Gemeindewappen

Alle Wege können auch nach Hövelhof führen. Zum Beispiel durch einen Wohnortwechsel einer Familie. Wir wollen dieser Familie in einem kurzen Überblick den Standort Hövelhof vorstellen.

Zum offiziellen Internetauftritt der Gemeinde: www.hoevelhof.de 

 

 

 

 

Lage

Hövelhof liegt am Rande des Naturraumes Senne im südöstlichen Bereich der Münsterschen Bucht. Bezogen auf die beiden Oberzentren Bielefeld und Paderborn (ca. 25 km bzw. 15 km entfernt) hat Hövelhof eine zentrale Lage. Begünstigt durch diese Lage sowie durch eine gute verkehrsmäßige Anbindung (Autobahn A 33, Sennebahn, Bundesstraße B 68, ...) hat Hövelhof beste Chancen für zukünftige Entwicklungen.

 

 

 

 

Die Gemeinde Hövelhof

Hövelhof ist stolz auf seine bäuerliche Tradition. Erste Höfe sind seit dem 15. und 16. Jahrhundert bekannt. Die Besiedlung der Senne, besonders von den Landesherren nach dem 30-jährigen Krieg gefördert, ergab das Bild einer großen Streusiedlung, ohne dass der eigentliche Ortskern mit Kirche große Gewichtung bekam. Zwar war Hövelhof seit 1807 als selbständig anzusehen, aber war immer noch bis 1885 verwaltungsmäßig dem Amtsverband Delbrück, von 1895 bis 1975 dem Amtsverband Schloß Neuhaus zugeordnet. Erst die kommunale Neuordnung 1975 machte die Gemeinde verwaltungsmäßig selbständig und gab ihr planerische Sicherheit. Das repräsentative Rathaus dokumentiert eindrucksvoll die neue Sitaution. Mit dem Ortstreiben Espeln, Riege, Hövelriege, Staumühle  und Klausheide zählt heute die Gemeinde 15590 Einwohner. 1950 wurden erst 6434 Einwohner gezählt.

 

Bildung, Kultur und Sport

Neben einer relativ jungen Geschichte weist Hövelhof eine besonders junge Altersstruktur auf: Jeder zweite Einwohner ist jünger als 35 Jahre. Da ist die Gemeinde in die Pflicht genommen, Investitionen für diese junge Generation zu leisten: Neue Kindergärten, Schulen, Sporthallen, Sport- und Spielplätze sind entstanden, ältere sind modernisiert worden. Es gibt in Hövelhof zwei Grundschulen. Im Schulzentrum haben die Krollbach-Hauptschule und die Franz-Stock-Realschule ihren Standort. 

Gymnasien können in den ca. 10 km entfernten Nachbarorten Paderborn/Schloß Neuhaus, Verl oder Delbrück besucht werden. Gute Bus- und Bahnverbindungen sind gegeben. Das HOT leistet seit 1976 qualitative Jugendarbeit. Weitere Angebote bieten für Jugendliche Einrichtungen der Kirchen und der vielen Vereine. Eine besonders gewichtige Säule des kulturellen Angebots in Hövelhof ist das Volksbildungswerk. Mit über 100 Weiterbildungskursen jährlich deckt es wohl alle Sparten der Weiterbildung ab. Und viele Unterorganisationen sind aus ihm hervorgegangen: Der Plattdeutsche Kreis im Heimathaus, das Jugendblasorchester, die Akkordeongruppe, der Theaterring, der Kunsthistorische Kreis und der Arbeitskreis Bürgerfunk. Eine moderne, gut ausgestattete Bücherei steht den Bürgern zur Verfügung. In Hövelhof hat man die Natur vor der Tür. Und die Hövelhofer nutzen das, unterstützt vom großen Angebot an Freizeiteinrichtungen der Gemeinde, der Vereine und der freien Anbieter: Trimmpfade, Reitgelände, Fußball-, Tennisplätze, ausgewiesene Wander- und Radfahrwege. Im Jahr der Expo 2000 wurde der 65 km lange Senne-Parcours für Radfahrer konzipiert. Auch bei schlechtem Wetter brauchen die Hövelhofer auf ihren Sport nicht zu verzichten: Es stehen Hallen für Reiten, Schwimmen, Badminton, Tennis, Tischtennis, Hand- u. Volleyball zur Verfügung. Diese gute Infrastruktur führt zu hervorragenden Vereinsleistungen. Zwei seien hier genannt: Die Fußballer des HSV stiegen 2001 in die Oberliga auf, die Handballspielgemeinschaft Hövelhof/Augustdorf spielt seit 2001 sogar in der Regionalliga.

 

Wohnort Hövelhof

Hövelhof leugnet seine landwirtschaftliche Tradition nicht: Die gepflegten alten Bauernhöfe, von mächtigen Eichen umstanden, bezeugen das. Das Wohnen im Grünen, eine Umgebung mit vielfältigen Landschaftsbildern machen Hövelhof und seine Ortsteile zu einem beliebten Wohnstandort. von Vorteil ist auch die gewachsene und offene Dorfgemeinschaft, der städtische Isolierung und Anonymität fremd sind. Als zentraler Ort bietet Hövelhof eine große Auswahl von Fachgeschäften in den Einkaufsbereichen der Ortsmitte und eine überdurchschnittliche breite medizinische Versorgung an. 

Ein neues Altenzentrum hat im Jahr 2000 seine Arbeit aufgenommen. Ein eigener Ortsbus verbindet die Ortsteile.

 

 

Der Arbeitsort

Die günstige Verkehrsanbindung, eine gesunde Infrastruktur und eine an der Zukunft orientierte Flächennutzungsplanung der Gemeinde waren und sind Anreize zur Ansiedlung von industriellen und innovativen gewerblichen Betrieben. Mehrere tausend ortsnahe Arbeitsplätze im Gewerbegebiet Süd und Nord sowie im neuen Gewerbegebiet an der Hövelrieger Straße sind so geschaffen worden.

 

 

Hövelhof und seine Feste

Die Hövelhofer feiern Feste wie sie fallen. Neben Familien-, Vereins- und Nachbarschaftsfesten sind folgende "feste" Größen im Jahreskalender: Das Frühlingsfest im Mai, das Pfarrfest und das Schützenfest im Sommer, das bekannte Erntedankfest im Ortsteil Espeln, der Hövelmarkt im Herbst sowie der Weihnachtsmarkt zum Jahresende.

 

 

Partnerschaften

Die Aufgeschlossenheit der Hövelhofer wird auch dokumentiert durch die seit 1971 bestehende enge Verbundenheit zu der etwa gleich großen französischen Partnergemeinde Verrières le Buisson bei Paris. Eine der Säulen dieser Partnerschaft ist der jährliche Schüleraustausch, getragen durch die Kirchschule (Grundschule) und durch die Franz-Stock-Realschule. Auch zum großen Bundeswehrstandort in der Nachbargemeinde Augustdorf pflegt man enge Verbindung durch die Patenschaftsübernahme zur 4. Kompanie des Pz. Btl. 214 Augustdorf.

 

 

 

Ziele in der Umgebung

Die Hövelhofer lieben ihre einzigartige Senne, freuen sich auf erholsame Wanderungen im nahen Teutoburger Wald mit dem Hermannsdenkmal und den Externsteinen, in der Egge oder im Sauerland. Zur Abwechslung schnuppern sie gern städtische Luft und nutzen das vielfältige Kulturangebot der Städte Paderborn, Bielefeld, Detmold, Gütersloh und Delbrück. Und man kann sich genau so schnell auf Spuren der Weser-Renaissance (z. B. in Lemgo, Hameln) begeben, wie auf Spuren der jüngeren deutschen Vergangenheit (Dokumentationsstätte Wewelsburg mit dem KZ Niederhagen, der Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter, „Russenfriedhof“ genannt sowie die Dokumentationsstätte Stalag 326 in Stukenbrock/Senne).

 

 

Naturraum Senne: Zukünftiger Nationalpark

Der Naturraum Senne erstreckt sich von Bielefeld aus in südöstlicher Richtung bis Paderborn. Dieses Gebiet, etwa 250 km² groß, besteht aus einer leicht nach Südwesten geneigte kargen Sandlandschaft mit ausgeprägten Bach- und Trockentälern, Sanddünen und Moränenrücken (Drumlins). Man unterscheidet die obere "Trockene Senne" mit steilwandigen trockenen Kastentälern und die untere "Feuchte Senne", die durch hohe Grundwasserstände und durch Bachbette gekennzeichnet ist, die durch ständige Sandablagerungen überhöht zum angrenzenden Gelände liegen. Hier in der "Feuchten Senne" sind deshalb Feuchtwiesen und Heidemoore anzutreffen. Die Hövelhofer können in ihrem Naturschutzgebiet "Moosheide" dem Quellgebiet der Ems einen hervorragenden Einblick in diesen Naturraum Senne gewinnen. Vor gut 100 Jahren wurden 127 km² dieses Naturraumes als Truppenübungsplatz eingerichtet. Damals ahnte niemand, dass sich dieses Gebiet heute zu einem der bedeutendsten und wertvollsten Naturräume in NRW entwickeln könnte: Die militärische Nutzung ließ weite Sennebereiche unberührt. In diesen Teilen der Senne mit weitgehendste ursprünglichem Landschaftscharakter sind in unterschiedlichsten Standorten Tier- und Pflanzenarten beheimatet, die anderorts bereits ausgestorben oder zumindest stark bedroht sind. Nach Aufgabe der militärischen Nutzung soll dieser Raum nach Beschluss von Bundesregierung und Landtag aus dem Jahre 1991 mit dem Lippischen Wald und sieben außerhalb des Truppenübungsplatzes gelegenen Naturschutzgebieten, darunter die Hövelhofer Moosheide, der Nationalpark "Senne" werden.

 

 

Das Gemeindewappen

Das Wappen der Gemeinde Hövelhof zeigt geschichtliche und geographische Symbole:

  1. Das Kreuz im oberen Feld deutet hin auf das Bischofskreuz der Fürstbischöfe von Paderborn, die seit dem Mittelalter bis zur Säkularisation im Jahre 1803 Landesherren waren.

  2. Die Wellenlinie symbolisiert den Reichtum Hövelhofs an Bächen, von denen der bedeutendste die Ems ist.

  3. Das Jagdhorn deutet hin auf die Gründung Hövelhofs vor 300 Jahren. Damals war die Senne eine menschenleere Heidelandschaft und als solche das bevorzugte Jagdgebiet der Landesherren. Im Jahre 1661 baute der Fürstbischof von der Recke in der Heide ein Jagdschloss, das heutige Pfarrhaus, um das sich allmählich der entwickelte.

  4. Das vorherrschende Grün im Wappen steht für den Reichtum der Gemeinde an Wald- und Grünflachen.